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Erfolgsstrategien im Aufschwung

Was heißt hier Aufschwung ?

Allem Krisengejammer zum Trotz: der Aufschwung ist da. Zu viele Unternehmen spüren das bereits – es kann keine Fata Morgana mehr sein. Und was fällt dem Unternehmensberater jetzt so auf?

Sorgfältige Beobachtung bisher erfolgreicher Unternehmen und die Beratungspraxis der letzten Monate und Wochen zeigen, dass flexibles Reagieren auf die aktuelle Situation offensichtlich nicht genügt. Das Umfeld ändert sich jetzt so rasch, dass jede Reaktion (wörtlich: ’Rückhandlung’) aus Prinzip zu kurz greift.

Erfolgsstrategien in Aufschwung-Phasen

Erfolg versprechen jetzt Strategien, die die Voraussetzungen für erwünschte Veränderungen im Unternehmen selbst beeinflussen. Statt einer Flexibilisierung 1. Ordnung – der Reaktion auf bereits eingetretene Veränderungen des Umfeldes – ist eine Flexibilisierung 2. Ordnung erforderlich, die das Unternehmen in Erwartung möglicher künftiger Veränderungen selbst flexibler macht.

Somit ist die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens zu entwickeln. Folgende Gebiete sind dazu auf ihr diesbezügliches Entwicklungspotential zu prüfen:

Anpassungsfähigkeit entwickeln!

  • Veränderungsmethoden und das damit mögliche Veränderungstempo: Welche Methoden eignen sich am ehesten, um Veränderungsbedarf proaktiv zu orten, zu erkennen und umzusetzen. Konsequent betriebenes Wissensmanagement, fix installierte Lern-Modelle mit intensiver MitarbeiterInnen-Beteiligung und virale Modelle des Kundenfeedbacks bieten hier die besten Chancen.
  • Generierung neuer Wachstumschancen: Nicht nur der aktuelle Markt und seine Weiterentwicklung spielen hier eine Rolle, ebenso sind gesellschaftliche Veränderungen, szenarisch abgetestete Trendbrüche bis hin zur komplexen Auswertung von Presse-Infos als Datenquellen heranzuziehen. Mehrdimensionales Trend-Scouting liefert dazu wichtige Einsichten.
  • Geschäftsmodell und seine Erfolgsfaktoren: Welche Erfolgsfaktoren und welche Bedrohungen spielen aktuell die größte Rolle – und welche könnten bisher übersehen worden sein. Unter welchen Bedingungen könnten diese positiven wie negativen Einflüsse wirksam werden. Und welche Eingriffe machen diese Einflüsse für das Unternehmen kontrollierbar.
  • Faktoren, die die Effizienz des Unternehmens beeinflussen: Welche Faktoren, positiv wie negativ, beeinflussen die Produktivität direkt, welche sind auf Umwegen (z.B. über Zulieferer, Kundensegmente, MitarbeiterInnen u.ä.) wirksam. Und wie können diese Faktoren vom Unternehmen beeinflusst werden.
  • Job-Design: Hoch qualifiziertes Personal wird auch künftig knapp und teuer sein. Die Anpassung von Jobs an verfügbare Kräfte und der verfügbaren Kräfte an neue Voraussetzungen statt der Suche neuer für  festgeschriebene Jobs ist ein bereits deutlich erkennbarer neuer Trend.

Den Aufschwung nützen

Unternehmen, die sich durch eigene Flexibilisierung so auf kommende und im Voraus natürlich kaum, keinesfalls aber konkret absehbare Veränderungen vorbereiten und diese Maßnahmen dann auch wirklich umsetzen, haben die Chance, den Aufschwung für neues Wachstum zu nützen. Sie und Ihr Unternehmen sollten dazugehören – nützen sie den Aufschwung!

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