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Der Stoff, aus dem der Aufschwung ist

Selbst jene Medien, die notorisch auf ’only bad news are good news’ setzen, anerkennen mittlerweile: sehr viele Branchen haben die Talsohle der Krise erreicht, etliche haben sie bereits durchschritten. Es geht wieder aufwärts. Alle Medien warten darauf. Als ob der Aufschwung von selbst käme.

Vife UnternehmerInnen stellen sich im Gegensatz dazu die Frage, wie sie die Aufwärtsbewegung für sich und ihr Unternehmen aktiv nützen – übrigens ein ständig wiederkehrendes Thema im Executive-Coaching.

Für die erste orientierende Beantwortung dieser Frage brauchen sie keine aufwändige Unternehmensanalyse – die erforderliche Information haben UnternehmerInnen präsent. Im eigenen Kopf. Die Antworten sind der Stoff, aus dem der (eigene) Aufschwung ist.

Reservieren Sie eine halbe Stunde für sich selbst, beantworten Sie folgende Fragen und machen Sie sich Notizen für daraus folgende Aktionen:

  • Wie und woran konkret erkenne ich die Auswirkungen der Krise auf mein Unternehmen? Legen Sie eine kurze (!) Stichwortliste an.
  • Welche konkret wahrnehmbaren negativen UND positiven Auswirkungen (Daten!) spürt mein Unternehmen? Die Praxis der Unternehmensberatung der letzten 12 Monate zeigt: es gibt immer auch positive Auswirkungen – sehen Sie genau hin.
  • Betreffend negative UND positive Auswirkungen: Was hat sich für mein und in meinem Unternehmen gegenüber der Vor-Krisen-Ära verändert, welche konkreten Ursachen gibt es dafür? Finden Sie Ansätze für Korrekturmaßnahmen – und Möglichkeiten, wie Sie positive Veränderungen nützen werden.
  • Bei der weiteren Bearbeitung dieser Themen hilft Ihnen Ihr Unternehmensberater. Und dann handeln Sie rasch und konsequent. Zögern Sie nicht. Chancen haben die Eigenschaft, immer nur ein einziges Mal zu kommen.
  • Welche (positive/negative) Auswirkungen spüre ich persönlich, ohne konkret wahrnehmbare Daten dafür angeben zu können? Hier gibt es möglicherweise Ängste, die Sie in Ihrer Handlungsfähigkeit lähmen können. Aber auch unreflektierte Euphorie hat ihre Tücken. Reden Sie mit Ihrem Coach darüber im Führungskräfte-Coaching.
  • Letzter Schritt: Binden Sie maßgebliche Personen aus Ihrem Führungskreis in die weiteren Aktionen ein. Sie gewinnen dadurch eine weitere Perspektive, neue Ideen – und jene Selbstverpflichtung Ihrer engsten MitarbeiterInnen, die Sie selbst zum Durchhalten brauchen. Dazu eine Anregung: denken Sie mit Ihren Schlüssel-MitarbeiterInnen im Rahmen eines Workshops über wichtige Zukunftsthemen Ihres Unternehmens nach.

Das ist der Stoff, aus dem der Aufschwung ist. Sie machen ihn selbst.

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