Perspektiven

Online-Coaching, Ferncoaching, Telecoaching

Online-Coaching, Ferncoaching, Telecoaching

Ist Ihnen vielleicht auch schon passiert: Sie haben einen Coaching-Termin vereinbart – und dann sind Sie, kurzfristig und völlig überraschend, genau zu dieser Zeit in London statt bei Ihrem Coach in Wien. Das ist nur eine der vielen Situationen, in denen Online-Coaching, manchmal auch Ferncoaching, Telecoaching oder Virtuelles Coaching genannt, weiterhilft. Technisch geht das über Telefon, Skype (mit oder ohne Video), E-Mail, oder eine der vielen verfügbaren Webmeeting- oder Chat-Applikationen.

Geht im Online-Coaching nicht der persönliche Kontakt verloren und ist das nicht einschränkend? Klare, wenn auch etwas widersprüchliche Antworten darauf: Verlust des persönlichen Kontaktes – nein, einschränkend – ja, aber…

Es ist sicher günstig, zu Beginn eines Coachings wenigstens einmal wirklich einen persönlichen Kontakt herzustellen. Aber erinnern Sie sich: gibt es nicht viele GeschäftspartnerInnen, die Sie zunächst ebenfalls nur übers Telefon kennengelernt hatten? Und zwar so gut, dass Sie durchaus bereit waren, Geschäfte mit dieser Person abzuschließen? Vertrauen wird offenbar nicht nur über direkten Augenkontakt und physisch vollzogenes Händeschütteln tragfähig aufgebaut.

Damit zur zweiten Antwort: Ja, einen Teil unserer Wahrnehmung durch elektronische Medien auszuschalten ist einschränkend. Allerdings gibt es auch den bekannten Effekt, dass Menschen, die in irgendeiner Weise eingeschränkt sind, die ihnen verbliebenen Optionen mit etwas Übung in erstaunlichem Ausmaß weiterentwickeln, ja meistens sogar über den sonst üblichen Standard hinaus perfektionieren. Und unsere Fähigkeiten zur Abstraktion, unsere Kreativität und unsere Anpassungsfähigkeit machen ganz allgemein aus Einschränkungen neue Möglichkeiten, an die wir zunächst gar nicht denken.*) Die Erfahrung mit Online-Coaching zeigt ganz konkret, dass es schon nach kurzer Zeit zu einer starken Fokussierung auf das Coaching-Thema kommt, die Zielbewusstsein und Lösungsorientierung noch erheblich steigert, und dass dabei wie von selbst neue Ausdrucksformen und Kommunikationsmodalitäten entstehen.

Struktur-Aufstellung auf einem virtuellen Systembrett im Online-CoachingAuch methodisch gibt es Einschränkungen im Online-Coaching: Aufstellungen mit lebenden Repräsentanten etwa sind im Online-Coaching nicht möglich. Aber selbst hier stehen hervorragende Medien zur Verfügung, die Systembrett-Aufstellungen online selbst mit mehreren TeilnehmerInnen erlauben – das Bild zeigt ein Beispiel. Die Symbole können online von allen virtuell Anwesenden mit dem Cursor frei bewegt, gedreht, kopiert und im Aussehen verändert werden. Ebenso lassen sich Pläne, Bewerbungsdokumente, schriftliche Konzepte, Präsentationen, Skizzen usw. im Online-Coaching gemeinsam bearbeiten.

Manche Einschränkungen fallen dagegen weg – etwa der zeitliche Aufwand von An- und Abreisen. Deshalb biete ich im Online-Coaching auch beliebig kurze Einheiten an. Die Verwendung elektronischer Medien bietet darüberhinaus die einfache Möglichkeit, verbale und visuelle Kommunikation durch schriftliche bzw. grafische Elemente (s. Beispielbild) zu ergänzen und damit auch den Coaching-Prozess zu dokumentieren.

Ich habe bereits viele Online-Coachings auf diese Art durchgeführt. Darunter waren neben einzelnen Online-Coaching-Sitzungen auch vollständige Online-Coaching-Prozesse mit Kunden, denen ich bis heute nicht persönlich gegenüber gestanden bin – in einigen Fällen über Kontinente hinweg, in einem Fall deswegen, weil die betreffende Person aus medizinischen Gründen nur unter besonderen Schutzvorkehrungen mit anderen in Kontakt treten darf. Lassen Sie sich bei passender Gelegenheit auch einmal auf das Beratungsformat Online-Coaching ein – Sie werden überrascht sein, wie Sie die vermeintlichen Einschränkungen schon nach wenigen Minuten wie von selbst in neue Möglichkeiten des Denkens und des Ausdrucks verwandeln.

Vereinbaren Sie Ihr nächstes Online-Coaching mit meincoach.at sofort – hier sind die Kontakt-Daten!
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*) Geradezu unglaubliche Beispiele dazu zeigt der Künstler Phil Hansen in seinem Vortrag ‚Einschränkungen akzeptieren’.

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