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Strategieberatung für KMU

Strategieberatung für KMU

Kürzlich in einem entspannten Gespräch über Strategieberatung mit einer erfolgreichen Unternehmerin (Gewerbebetrieb, 16 MitarbeiterInnen, Umsatz 1,2 Mio€) bei einer Bahnreise gehört:

„Strategieberatung? Wozu? Möglichst viel verkaufen und möglichst produktiv sein – das ist unsere Strategie! Und dazu brauche ich keine Strategieberatung.“

Gilt stellvertretend für ähnliche Äußerungen, die ich mit abnehmender Unternehmensgröße immer öfter zu hören bekomme. Hier ein paar Gedanken dazu, mit besonderem Bezug zu KMUs und mit geringen Anpassungen auch auf NGOs/NPOs übertragbar:

Tatsächlich sind Verkaufsvolumen und Produktivität Strategiethemen und werden daher auch in der Strategieberatung (oft gleichbedeutend mit Managementberatung verwendet) immer wieder eine Rolle spielen. Anstatt die Themen einer möglichen Strategieberatung aber gleich von Beginn an so pauschal einzugrenzen, ist eine systematische Vorgangsweise schon im Vorfeld eher angebracht.

StrategieberatungStrategieberatung – wohin?

Eine anschauliche Idee für den Begriff Strategie ist der Wegweiser. Leider steht er im Wirtschaftsleben nicht automatisch an jeder kritischen Weggabelung. Man muss ihn vielmehr im Kopf haben und sich bei Richtungsentscheidungen immer an ihn erinnern. Ein Unternehmensleitbild ist dafür übrigens sehr nützlich – es zu entwickeln könnte der Startpunkt einer Strategieentwicklung „von Anfang an“ sein.

Viel häufiger ist allerdings ein Einstieg irgendwo danach. Das Geschäft läuft ja eigentlich, aber…: es zeigen sich doch immer wieder Defizite, irgendwas „passt nicht“, „wir stoßen immer häufiger auf ähnliche Probleme“, „das Team findet nicht zueinander“. Das können Hinweise auf einzelne unstimmige Prozesse, auf ungeeignete Qualifikation einzelner Personen oder auf Führungsprobleme sein; je mehr es werden und je unschärfer sie beschreibbar sind, desto eher handelt es sich hingegen um Ungereimtheiten in der Strategie.

Strategieberatung – wozu?

Wenn Probleme ähnlich den zuvor angedeuteten auftreten, ist zu klären, welche Ergebnisse die Strategieberatung bringen soll. Das ist bereits Teil der Beratungaufgabe selbst. Geht es um Wettbewerbsanalysen, reichen die Ressourcen in gewissen Situationen nicht aus, brauchen wir besser durchdachte Prozesse, wo liegen besondere Stärken oder Schwächen des Unternehmens, passt das Geschäftsmodell (noch): solche und eine Unzahl anderer Fragestellungen aus der Unternehmensberatung können hier erscheinen. Strategiearbeit ist somit Arbeit am Unternehmen.

Auf den Punkt gebracht sorgt die  Strategieberatung dafür, dass (vorhandene oder neue) Produkte und Leistungen des Unternehmens die richtigen Kunden finden.  Das bedeutet ganz klar, dass alle Personen in die Strategiearbeit mit einzubeziehen sind – ganz besonders die, die im direkten oder indirekten Kundenkontakt stehen. Nur so entsteht kollektive Verantwortung. Und dazu ist zu klären, in welchen Bereichen und für welche Personen konkrete Handlungsanweisungen zu erarbeiten sind. Dazu gehören auch Erfüllungskriterien.

Strategieberatung – wieviel?

In den Köpfen der UnternehmerInnen existieren meistens ungefähre Vorstellungen dessen, was alles funktioniert oder eben nicht, welche Ressourcen (Personenverfügbarkeit, Datenmaterial, Terminvorstellungen) schon vorhanden sind, und um welche Bereiche (organisatorisch, wirtschaftlich, branchenspezifisch usw.) es gehen könnte, an welchen stellen das Geschäftsmodell hakt. Dieser „Riecher“ für das Gesamtunternehmen, den UnternehmerInnen in KMUs so gut wie immer haben (sonst wären sie keine!), ist eine enorme Hilfe bei der Festlegung des Umfanges einer Strategieberatung gemeinsam mit dem Berater. Gut ist es, dabei auch auf SchlüsselmitarbeiterInnen zu hören.

In den allermeisten Fällen geht es um schritt- oder gebietsweise Verbesserungsansätze, ein Beginn bei Null ist bei aktiven Betrieben nur selten notwendig. Der zu erwartende Arbeitsumfang ist bis hin zu den gewünschten konkreten Ergebnissen gemeinsam abzuschätzen. Und beide Seiten sind aufgefordert, sich an diese Schätzung zu halten bzw. sich bei erkennbar notwendigen Abweichungen in gemeinsamen Teambesprechungen immer wieder neu abzustimmen.

Strategieberatung – mit wem?

Im Zuge der Abgrenzung des Beratungsumfanges ist es auch Aufgabe der Beratung zu klären, wie sie methodisch vorgehen will und welche konkreten Leistungen sie zu erbringen hat. Werden branchenspezifische Kenntnisse und Erfahrungen vom „Branchenguru“ notwendig sein oder geht es eher um den Blick von außen, der die sprichwörtliche Betriebsblindheit überwindet und gemeinsam mit ChefIn und SchlüsselmitarbeiterInnen durch systemische Beratung neue Lösungen erarbeitet? Professionelle Beratung ist hier bereit, auch die eigene Kompetenz in Frage zu stellen, sie nötigenfalls durch Expertenwissen zu ergänzen – oder den Auftrag ggf. auch an andere Spezialisten im Netzwerk weiterzureichen.

Strategieberatung – was wird daraus?

Die beste Strategieberatung ist wertlos, wenn sie nicht, nicht ganz, oder verfremdet umgesetzt wird. Ein langer Bericht in einem Verzeichnis des Firmenservers bewirkt noch gar nichts. Es ist unverzichtbar, die Umsetzung der erarbeiteten Ergebnisse und Handlungsanweisungen bis zu ihrer Erfüllung als Teil der Strategieberatung zu verfolgen und von einander einzufordern. Hier wird nochmals ganz klar sichtbar, dass eine Strategieberatung Verpflichtungen sowohl seitens des Auftragnehmers, als auch des Auftraggebers mit sich bringt. Anders geht es nicht.

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